Collinear

Eine Collinear-Antenne (kollinear = drei oder mehr Punkte, die auf einer Geraden liegen) ist eine Rundstrahlantenne die aus hülsenförmigen Einzelelementen besteht. Ein starrer Leiter befindet sich in der Mitte der einzelnen Hülsen und ragt an jedem Ende einer Hülse ca. 10 mm. heraus. Abwechselnd sind die Innenleiter einer Hülse außen an der jeweils nächsten Hülse verlötet. Die Länge der Hülsen entspricht einer halben Wellenlänge. Der Durchmesser beträgt 8 mm., die Länge 32 Millimeter. Sie sind gefüllt mit einem Kunststoff-, Glas- oder Keramik-Dielektrikum.

Obwohl die Hülsen-Innenleiter-Konstruktion stark an ein Koaxialkabel erinnert, dienen die Hülsen hier nicht als Abschirmung, sondern als Rundemitter. Es ergibt sich dadurch eine annähernd kreisrunde Abstrahlung. Der Antennengewinn der Collinear-Antenne steht in direkter Relation zur Anzahl der Hülsen. Vier Hülsen erzielen rund 3 dBi Antennengewinn, acht Hülsen 6 dBi, 18 Hülsen 9 dBi und 21 Hülsen schließlich 10 dBi.

Die Fertigung dieser Antennenbauform setzt ein hohes Maß an Präzision voraus. Je genauer die Abmessung der einzelnen Bauteile, je besser die Qualität der Materialien, umso näher kommt die Antenne den oben genannten idealen Werten bzgl. des Antennengewinns. Aus diesem Grund sind Collinear-Antennen deutlich teurer als einfache Dipol-Rundstrahler. Es gibt diese Bauform sowohl für 2,4 GHz als auch für 5 GHz.

Diese Antennenbauform wird typischerweise als Verteilerantenne für Access Points verwendet. Da der Antennengewinn von Rundstrahlern im Vergleich zu ihrer Größe geringer ist als bei Richtantennen, empfieht sich unter Umständen bei großen Funkzellen der Einsatz eines Empfangsverstärkers.

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